Freitag, 21. April 2017

14. - 21. April 2017

14. - 21. April: Uyuni, San Pedro de Atacama, Antofagasta

Den Karfreitag verbrachten wir in Uyuni. Es kam uns vor, wie eine Stadt im Wilden Westen: Die Sonne schien, breite Strassen, niedrige, etwas heruntergekommene Häuser und viel Staub und Wind. Anstelle von Pferden waren unzählige Toyota, Nissan oder Ford SUV's mit Touris unterwegs.

Am Samstag starteten wir zu unserer 3-tägigen Tour nach San Pedro de Atacama in Chile. Der erste Tag war dem Salar de Uyuni gewidmet, der mit über 10'000 km2 grössten Salzpfanne der Welt. Mit dem Nissan Geländewagen fuhren wir 80 km weit zur Insel Incahuasi, wo Kakteen wachsen, die bis zu 1200 Jahre alt sind. Uns gefiel das Mittagessen. Mitten auf dem Salzsee wurden Tisch und Stühle ausgepackt, der Tisch mit Tischtuch und Porzellangeschirr gedeckt und als dann auch noch eine Flasche Wein erschien, fühlten wir uns im Paradies.

Am Abend übernachteten wir im Hotel Palacio del Sal, einem Hotel dessen Wände, Decken und Möbel aus Salz bestehen.

Am zweiten Tag besuchten wir neben dem Valle de Rocas eine Reihe von Lagunen. Das sind mehr oder weniger kleine Tümpel, wo zum Teil auch Flamingos leben. Am Abend übernachteten wir in der Mitte der Wüste auf über 4'600m Höhe. Wir schliefen nicht allzuviel, da der Anteil von Sauerstoff in der Luft für uns Flachlandbewohner definitv zu gering war... Dafür konnte der Sternenhimmel bewundert werden, aber auch das nicht allzu lange, da die Temperaturen nach Sonnenuntergang weit unter 0 Grad fielen.

Am 3. Tag ging's kurz nach Sonnenaufgang weiter durch die Wüste. Wir kamen an skurrilen Steingebilden vorbei und besuchten weitere Lagunen. Der Geisier Sol de Manana und die blubberenden Schwefelquellen waren einen längeren Fotostopp wert. Am Nachmittag querten wir die Grenze zu Chile, wo wir für die letzten 40 km von einem chilenischen Fahrer übernommen wurden.

San Pedro de Atacama ist eine Touri Hochburg und Ausgangspunkt für Touren in die Atacamawüste. Um dem Dorf das richtige Wüstenfeeling zu verleihen, sind die Strassen nicht geteert. Der Wind, der ständig blies, verhalf uns zu knirschenden Zähnen und viel Sand in den Schuhen und Kleidern...

Die Ausflüge, die wir planten, fielen leider ins Wasser. Die Astronomietour wurde durch aufziehende Wolken verhindert. Als wir dieTour in die Wüste für Mittwoch buchen wollten, wurde uns gesagt, dass an diesem Tag Chile still stehe, da der Censo, die Volkszählung, angesagt ist. Keine Tour, kein offenes Restaurant bis 20h, tote Hose... Unsere Begeisterung hielt sich in engen Grenzen, aber das ist Südamerika.

Am Donnerstag fuhren wir quer durch Chile nach Antofagasta am Pazifik. Ein hübsches Städtchen, diesmal ganz ohne Touristen, aber mit geteerten Strassen...



Strasse in Uyuni














auch den Zugfriedhof haben wir besichtigt

auf dem Salzsee...

... mit den obligatorischen Fotos...















... und dem Mittagessen
















die Kaktus Insel
Laguna Colorado
















Die Wüste kurz nach Sonnenaufgang
















der Arbol de Piedra, der Baum aus Stein

dampfender Geisier
weiter durch die Wüste...
... bis zum Grenzposten von Bolivien

die Hauptstrassse von San Pedro de Atacama am Tag des Censo
auf dem Weg nach Antofagasta



















Blick aus unserem Hotel in Antofagasta


















1 Kommentar:

  1. Hoi zäme
    Wusst ich's doch, dass es vom Salar de Uyuni tolle Bilder geben wird! Die Kakteen sehen aus wie Saguaros, für die in Arizona ein eigner Nationalpark geschaffen wurde. Janet hätte gerne einen mit nach Hause genommen; vielleicht bringt ihr dies zustande?
    Das Hotel Palacio del Sal macht aber einen gediegenen Eindruck. Eine Frage zu den blubbernden Schwefelquellen; habe gelesen, dass die Hühner wegen des hohen Schwefelgehaltes manchmal blaue Eier legen (-allerdings berichtet von Peru)?!
    Alles Gute!

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