Sonntag, 29. Januar 2017

22. - 28. Januar 2017

22. - 28. Januar: 4. Schulwoche

Auch diesen Sonntag widmeten wir uns dem Wein. Wir besuchten Concho y Toro, den grössten Weinexporteur von Chile. Die Führung auf dem parkähnlichen Weingut absolvierten wir auf Spanisch und unser Erfolgserlebnis war, dass wir einen rechten Teil der Erklärungen verstanden.

In der Schule lief es recht rund und wir sind zuversichtlich, dass wir uns nach 8 Wochen gut auf Spanisch durchschlagen können.

Am Dienstag besuchten wir bei ca. 37 Grad den Cementerio Generale, den grössten Friedhof der Stadt, wo sich alle A- B- und C- Promis pompöse Grabmäler aufstellen liessen.

Freitag war der letzte Schultag in Santiago, es gab eine offizielle Verabschiedung mit Zeritifikatübergabe.

Am Samstag war Reisetag nach Cuzco. Aufstehen um 4 Uhr, um den Flug um 7:30 Uhr zu erreichen. Die erste Etappe nach Lima verlief problemlos, dann wurde es schwieriger. Wir gingen von der (europäischen) Annahme aus, dass unser Gepäck nach Cuzco durchgecheckt ist und wir uns in Lima nicht darum kümmern müssen. Als wir in Lima am Gate auf den Weiterflug nach Cuzco warteten, wurden wir ausgerufen; unser Gepäck sei auf dem Band liegen geblieben. Die Kurzform eines ziemlich mühsamen Hürdenlaufs durch die Latam- und Flughafenbürokratie von Lima war, dass wir statt um 12:30 erst um 17:30 in Cuzco landeten.

Wir wurden von unserer Airbnb Vermieterin herzlich empfangen. Die Unterkunft ist einfach aber zweckmässig. Nach einem kurzen Ausflug auf den Hauptplatz, einem Pisco Sour und einem kurzen Nachtessen gingen wir ziemlich müde ins Bett. Das Kopfweh, das uns heute Morgen plagt, ist den 3'400 m Höhe zuzuschreiben, auf der Cuzco liegt (... und nicht dem Alkohol!)

 
der 200 Jahre alte Weinkeller von Concha y Toro...

















 
... und die obligatorische Degustation

 
Asche und Rauch der Waldbrände führen zu solchen Sonnenuntergängen
















 
die einen erhalten grosse Grabmäler,...

















... die anderen müssen sich mit kleinen Nischen abfinden.
Feierliche Zertifikat Uebergabe













 
imposanter Anflug auf Cuzco















 











































 

Samstag, 21. Januar 2017

15. - 21. Januar 2017

15. - 21. Januar: 3. Schulwoche

Am Sonntag verliessen wir zum ersten Mal Santiago und machten eine Wine Tour ins Valle Casablanca. Wir besuchten drei Weingüter, machten vor 10 Uhr die ersten Weindegustationen und genossen die (relative) Kühle und die grüne Umgebung. Das Mittagessen auf der Terrasse eines Gutes war auch nicht zu verachten...

Von Montag bis Freitag war dann vorwiegend Schule angesagt. Unser Tagesablauf  sieht etwa so aus: 7:15h Tagwache, aufstehen, Morgenessen und 8:40h Spaziergang zur Schule. 100 Minuten Klassenunterricht, dann 100 Minuten Privatunterricht. Um 13h zurück ins Appartement, Mittagslunch, dann ca. 2 Stunden Hausaufgaben und Voci pauken. Am Abend das Abendessen zelebrien...

Am Dienstag besuchten wir das Memoria Museum, das die schmerzliche Geschichte der Area Pinochet aufarbeitet. In den Jahren von 1973 bis 1990 verschwanden in Chile etwa 40'000 Menschen in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Die wenigsten tauchten wieder auf. Wir waren froh, als wir die bedrückende Ausstellung verlassen konnten.

Doch noch ein Wort zum Wetter. Diese Woche kamen auch die Chilenen ins Stöhnen. Das Thermometer stieg am Freitag bis auf 38 Grad. Dazu wüten in der Umgebung von Santiagio die schlimmsten Waldbrände seit 50 Jahren und die feine Asche wird durch den Wind in die Stadt getragen...

 
wieder einmal aus der Stadt


















 
Elisabeth beim Etikettieren von Weinflaschen

 
Aussicht beim Mittagessen














Ab 38 Grad ist man froh...
























... über jede Abkühlung




Samstag, 14. Januar 2017

8. - 14. Januar 2017

8. - 14. Januar 2017: Zweite Schulwoche

Die zweite Schulwoche begann mit viel Frust. Die Klassen wurden, wie jede Woche, frisch zusammengewüfelt. Wir kamen in getrennte Klassen mit viel höheren Anforderungen, als in der ersten Woche. Am Montagabend überlegte sich Elisabeth, ob sie heimfliegen solle und ich war mir auch nicht mehr sicher, ob ich mir das antun wollte.

Ueber die Woche beruhigten sich unsere Gemüter wieder etwas und wir sind gespannt, wie sich die nächste Woche anlässt. Unterdessen scheinen unsere Bemühungen erste Früchte zu tragen; wir bestellen in den Läden und Restaurants tapfer auf spanisch.

Am letzten Sonntag stand ein Ausflug auf den Cerro San Cristobal an, den Uetliberg von Santiago. Obwohl von der einen Seite ein Funicolare und von der anderen Seite eine Seilbahn auf den Hügel fährt, montierten wir unsere neu gekauften Wanderschuhe und machten die Runde zu Fuss. Am Nachmittag faulten wir zuhause und schauten uns ... den Tatort an.

Diese Woche lernten wir die Qualitäten unseres Landlords schätzen. Die Waschmaschine war seit unserer Ankunft defekt. Sebastian versprach, sie bis zum ersten Wochenende zu reparieren. Als wir am Sonntag nachfragten, vertröstete er uns auf 'manana'. Als auch am Dienstag die Maschine sich nicht reparieren liess, lieferte er am Mittwoch einen Ersatz. Da diese Maschine keine Heizung hat, braucht es einen Warmwasseranschluss, um mit mehr als 18 Grad zu waschen. Unser lieber Landlord weigert sich, diesen zu installieren, da in Chile alle Wäsche nur kalt gewaschen wird...

Am heutigen Samstag machten wir einen weiteren Ausflug auf den San Cristobal, diesmal mit Schwimmbadbesuch. Wir genossen die Sonne, das Wasser und die chilenischen Familienverbände, die eintrudelten.

Aussicht vom Cerro San Cristobal
















es herrschte ziemlich Betrieb auf dem Hügel...

 
unser Mittagessen an 'Werktagen'
















 
Abendstimmung an unserer Strasse

















 
das gepflegte Schwimmbad auf dem San Cristobal um 11 Uhr (um 15 Uhr war es voll besetzt)

Neben der Waschmaschine wurde auch ein 'neuer' Grill geliefert...



















Ausschnitt aus der etwas surrealistisch Diskussion über Waschmaschinen...






Samstag, 7. Januar 2017

2. - 7. Januar 2017

2. - 7. Januar 2017: Erste Schulwoche

Obwohl der 2. Januar in Chile ein Feiertag ist, mussten wir zu unserem Eintrittstest antreten. Da uns alles spanisch vorkam, konnten wir die Blätter, nur mit unseren Namen versehen, wieder abgeben und die Einteilung in die Klasse A1 konnte nicht mehr verhindert werden.

Die folgenden vier Tage waren wesentlich anspruchsvoller. Wir hatten täglich 2 Stunden Klassenunterricht zu Viert und dann 2 Stunden "Einzelabrieb" (ja, wir werden getrennt unterrichtet...). Wir waren am Freitag froh, dass zwei unterrichtsfreie Tage vor uns lagen.

Ueber Fortschritte zu berichten wäre verfrüht, uns fehlen die Wörter, wir verstehen nur die Hälfte und auch das Italienische kommt uns dazwischen...

Daneben haben wir uns in unserem Appartment eingelebt und Elisabeth schaut einigermassen gelassen über putzliche und installatorische Mängel hinweg. Die Gewöhnung an die 8 spurige Strasse unter unseren Fenstern dauert noch etwas an. Zudem haben wir beschlossen, das Kochen sein zu lassen, da die vielen Alternativen in Gehdistanz viel verlockender sind.

Wir sind daran, Santiago zu erkunden und sind in der Innenstadt gewesen. Wir haben Santiago von oben angeschaut und besichtigen nach und nach die einzelnen Barrios, natürlich vor allem die, die kulinarisch interessant sind und auch einen Pisco Sour in einer Gartenbeiz anbieten.

Ja, doch noch etwas zum Wetter: Eine Wolke haben wir hier in der ersten Woche  nicht gesehen und die Temperaturen bewegen sich mit 26 - 30 Grad im angenehmen Bereich.


Unsere Stube
















 
Elisabeth mit Sun Downer und Ausblick...



... auf den Sonnenuntergang (und 3 Stöcke tiefer ist eine 8-spurige Strasse)

















 
Diese Verkabelung entspricht wahrscheinlich nicht allen DIN Normen























Ausblick auf Santiago aus fast 300m Höhe
 
Es ist ein ewiger Streit zwischen Chile und Peru, wer den besseren Pisco hat - wir werden's herausfinden

Sonntag, 1. Januar 2017

30. Dezember 2016 bis 1. Januar 2017: Anreise

30.12.16 - 1.1.17: Anreise

Am Freitagabend um 18:45 gings los mit unserer Reise, die Wohnung war eingemottet, unsere Koffer gepackt und der Tagesanzeiger abbestellt.

Der Flug von Madrid nach Santiago zog sich über fast 13 Stunden hin und wir waren froh, endlich anzukommen. Nach dem Hotelbezug erkundeten wir die nähere Umgebung und waren erstaunt über die vielen Neubauten, darunter auch das mit über 300 Metern höchste Hochhaus in Südamerika.

Den Jahreswechsel und die dazu gehörenden Feuerwerke verschliefen wir... trotzdem wünschen wir allen ein gutes 2017!

Unsere erste Herausforderung für das 2017 war die Uebernahme unseres Appartments. Der Vermieter wollte unbeschwert Silvester feiern und lieferte den Schlüssel an der Hotelreception ab. Leider wählte er das falsche Hotel mit dem gleichen Namen und wir mussten einige Ueberzeugungsarbeit leisten, bis wir die Schlüssel an der Reception beziehen konnten. Das zweite Problem tauchte auf, als wir die Appartment Nummer nicht kannten und die Auswahl hatten unter etwa 40 Wohnungen...

Mitte Nachmittag war es dann soweit und wir konnten das Appartment beziehen.  Elisabeth ist zwar mässig begeistert vom Standard, aber ich glaube wir überleben die nächsten 4 Wochen hier...

 
Etwas Entspannung vor der Abreise...























Flug über die Anden

Auch Chile hat seinen Prime Tower

Silvesterabend in Santiago

 
Das chilenische Ministerio de Salud sorgt sich um seine Mitbürger